Da fehlt noch eine Prise Salz!

Wir kennen es alle: Der Kellner im Restaurant bringt das Essen und es gibt immer diese eine Person – vielleicht bist du das ja selbst – die sofort zum Salzstreuer greift. Nachsalzen ohne zu probieren, da es einfach nicht salzig genug sein kann. Doch so lecker die weißen oder leicht rosigen Kristalle in Speisen auch sind, manchmal hat man es dann leider zu gut gemeint. Dann wird aus der vermeintlichen Prise Salz schnell mal eine viel zu große Portion, das Essen ist versalzen. Was nun?

Salz neutralisieren: Wenn es mal zu viel Salz ist

Keine Sorge, manche Missgeschicke mit Salz lassen sich revidieren, sodass du dein selbst gekochtes Gericht noch retten kannst. Doch wie kann man Salz neutralisieren? Dazu gibt es verschiedene Praktiken und es kommt selbstverständlich auch auf die Art der Speise an. Manchmal lässt sich das Salz einfach herunterkratzen oder -streichen, beispielsweise von der Scheibe Käsebrot oder dem gepellten Frühstücksei. Wurde jedoch schon während des Kochens ein Versalzen in Kauf genommen, muss eine andere Technik her!

Dann kann die Suppe oder der Eintopf beispielsweise einfach etwas gestreckt werden, um die Salzkonzentration zu verringern. Hierzu eignen sich in der Regel Wasser, Brühe, Milch oder Sahne, doch auch Joghurt und Schmand können funktionieren. Eine alte Haushaltsregel besagt, indem man eine halbe Kartoffel eine Zeit lang mitkocht, kann man dem Salz den Schneid abkaufen und es wie ein Schwamm aus dem Gericht im Kochtopf herauszuziehen.

Hilft das alles nicht, kannst du ja eventuell mit etwas Süße dem salzigen Geschmack entgegensteuern. Füge einfach Honig, Zucker oder eine andere süßliche Alternative hinzu und lenke deine Geschmacksnerven von zu viel Salz ab. Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert das Beifügen von Säure: Orangen- oder Zitronensaft können ebenfalls beim Neutralisieren oder Verdecken helfen, wenn du dein Essen versalzen hast. Am aller besten ist es aber natürlich immer noch, Salze beim Kochen einfach direkt sehr bewusst und vorsichtig zu dosieren. Mit Hilfe von Streuern, Mörsern und Mühlen oder deinen Fingern kannst du kleine Mengen hinzugeben. Bleibt es bei einer Prise Salz, kann ein Versalzen eigentlich gar nicht erst passieren! Und wenn doch, dann kennst du nun die richtigen Tipps und Tricks zum Neutralisieren.

Salze kaufen und ihre köstlichen Eigenschaften erfahren

Es wird auch „Das weiße Gold“ genannt und ist überall bekannt wie beliebt: Salz. Es gibt unzählige Sorten und Varianten, vom Bambussalz, über Blaues Saphirsalz und Gewürzzubereitungen aus Salz und zusätzlichen Bestandteilen wie Kräutern oder Pfeffer. Die würzenden Eigenschaften von Koch-, Tafel- oder Speisesalz werden in allen Küchen dieser Welt geschätzt und gerne zum Abschmecken beim Kochen verwendet. Und wer jetzt denkt, dass Backen immer süß ist und Salze dort keine Verwendung haben, hat sich geirrt: Denn die kleine, feine Prise Salz im zuckrigen Teig sorgt erst dafür, dass die Süße perfekt hervorgehoben wird und bietet eine spannende Gegenkomponente zum Zucker.

Die Kombination von Süßem mit Salzigem wird auch bei Desserts und Süßigkeiten geschätzt. Eine Salted Caramell Schokolade aus Salz und Karamell zum Beispiel schmeckt ungeahnt harmonisch und spannend zugleich!

Aber was steckt eigentlich hinter Salz als Gewürz mit seinem köstlichen Aroma? Rein chemisch betrachtet sind Salze Atomverbindungen, die unter anderem aus Kationen und Anionen bestehen, die in einem Gitter angeordnet sind. In ihrer kristallinen Form können sie sich hervorragend in Wasser auflösen, was uns beim Kochen (Nudelwasser, Suppen etc.) sehr zugutekommt. Auch in der Medizin haben viele Salze eine tragende Rolle, zum Beispiel in Form von Kochsalzlösung oder dem altbekannten Nasenspülsalz. Salze haben also viele interessante Eigenschaften, die sich im Labor untersuchen oder aber einfach auf der Zunge schmecken lassen, wenn du sie in dein Gekochtes oder Gebackenes einarbeitest!

Wie entstehen Salze?

Um diese Frage zu beantworten könnten wir jetzt mit einer sehr langen, komplizierten Formel der Wissenschaft antworten und mit lauter Fachbegriffen wie „Basen“ oder „Oxonium-Ionen“ um uns werfen. Aber wer will das schon? Also versuchen wir das Thema mal einfacher anzugehen.

Es gibt verschiedene Arten von Salzen und damit auch unterschiedliche Arten, wie diese entstehen. Meersalz, um ein Beispiel zu nennen, entsteht bei der Verdunstung von Meerwasser. Wenn das salzige Meerwasser in natürlichen oder künstlich angelegten Becken / Salzgärten verdunstet, bleibt das Salz zurück, wo es dann geerntet und aufbereitet werden kann. Auch das Himalaya Salz stammt aus dem Meer – welches ursprünglich dort zu finden war, wo sich nun die Gipfel des Himalaya Gebirges erstrecken. Schon unfassbare 250 Millionen Jahren soll es her sein, dass sich Salz durch natürliche Erhebungen des Meeresbodens an Land abgelagert hat und so in die heutigen Gebirge gekommen ist.

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